Anfang 2026 setzte sich das Wachstum im brasilianischen Einzelhandel fort. Laut Daten von Mastercard SpendingPulse, die Umsätze im stationären und Online-Handel unter Einbeziehung aller Zahlungsmethoden erfassen (ohne Inflationsbereinigung), verzeichnete der Sektor im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ein Wachstum von 3,4 %. Insgesamt wurden zehn Wirtschaftssektoren analysiert, von denen sechs über dem nationalen Durchschnitt lagen.
Bei der regionalen Aufschlüsselung übertrafen 15 der 27 föderativen Einheiten das nationale Durchschnittswachstum, was auf eine heterogene Erholung des Konsums in den verschiedenen Regionen hindeutet.
„Die Ergebnisse vom Januar unterstreichen die Widerstandsfähigkeit der brasilianischen Verbraucher, insbesondere im Restaurantsektor, der eine starke Dynamik aufwies. Die Region Nordost bleibt ein positiver Lichtblick, während wir beispielsweise Wachstumschancen in Sektoren wie Möbel und Dekoration beobachten“, sagt Gustavo Arruda, Chefökonom für Lateinamerika beim Mastercard Economics Institute (MEI).
Hinsichtlich der Branchenentwicklung verzeichneten Bereiche mit geringem Konsumverhalten ein beschleunigtes Wachstum. Besonders positiv abschnitten Restaurants (12,3 %), Schmuck (10,8 %) und Elektronik (9,6 %). Demgegenüber entwickelten sich einige Branchen schwach, beispielsweise Baustoffe (-0.9 %) und Möbel und Dekoration (-3.6 %).
Regional betrachtet verzeichnete der Nordosten mit 5,9 % das stärkste Wachstum, während der Südosten mit 2,2 % das geringste Wachstum aufwies. Die beiden Bundesstaaten mit der besten Performance lagen im Nordosten: Ceará (7,7 %) und Bahia (7,3 %), gefolgt von Santa Catarina (6,4 %) im Süden.
Ende 2025
Die Ergebnisse des ersten Monats des Jahres setzen den positiven Trend des letzten Monats 2025 fort. Laut MEI verzeichneten die Einzelhandelsumsätze im Dezember ein Plus von 4,9 %. Besonders hervorzuheben sind die Branchen Apotheken (13,8 %), Beherbergung (8,3 %) und Gastronomie (7,4 %). Zwei Bundesstaaten konnten sich wiederholen: Santa Catarina (10,8 %) und Ceará (9,7 %), Sergipe (9,9 %) liegt dazwischen.


