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Digitale Geldbörsen sind in Lateinamerika im Trend und verdeutlichen die Notwendigkeit einer stärkeren Digitalisierung im Handel

Digitale Geldbörsen, die über Smartphones, Computer und sogar Smartwatches zugänglich sind, erfreuen sich in Brasilien großer Beliebtheit. Laut einer aktuellen Studie des Beratungsunternehmens Pymnts nutzen bereits über 80 % der brasilianischen Bevölkerung diese Zahlungsmethode. Dabei laden Verbraucher Guthaben in eine virtuelle Umgebung und können mit wenigen Klicks darauf zugreifen. Weltweit könnten die Transaktionen mit dieser Option laut Daten von Juniper Research bis 2028 16 Billionen US-Dollar übersteigen. 

Laut Walter Campos, Geschäftsführer des globalen Zahlungsdienstleisters Yuno, liegt der Erfolg digitaler Geldbörsen in ihrer Benutzerfreundlichkeit, die den Einkauf auf E-Commerce-Plattformen deutlich vereinfacht. „Andere Methoden erfordern, dass der Kunde ständig zwischen verschiedenen Bildschirmen wechselt oder die Banking-App separat aufruft, was die Benutzerfreundlichkeit beeinträchtigt“, erklärt er.

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Dank digitaler Geldbörsen können Nutzer alle notwendigen Transaktionen innerhalb weniger Minuten direkt auf der Plattform erledigen. „Das spart Zeit und erhöht die Wahrscheinlichkeit eines erfolgreichen Kaufabschlusses, da ständig wechselnde Tools die Kunden eher zum Kaufabbruch verleiten. Eine Studie von Yampi zeigt zudem, dass komplizierte Checkout-Prozesse für 27 % der Kaufabbrüche im E-Commerce verantwortlich sind – also genau dann, wenn der Kunde den Kaufvorgang fast abgeschlossen hat und dann abbricht“, erklärt Walter Campos.

Der Manager hebt außerdem hervor, dass die Digitalisierung den Handel maßgeblich beeinflusst hat. „Eine weitere Studie von Pymnts zeigt, dass Lateinamerika bei der digitalen Transaktionsrevolution eine Vorreiterrolle einnimmt. Dies ist unter anderem auf die große Bedeutung des E-Commerce in dieser Region zurückzuführen. Die Studie von eMarketer/Insider Intelligence prognostiziert, dass der Umsatz in diesem Bereich bis 2026 in der Region 200 Milliarden US-Dollar erreichen wird“, erklärt er.

Um wettbewerbsfähig zu bleiben, empfiehlt Walter Campos Einzelhändlern, digitale Trends im Auge zu behalten, da Konsumenten ihre Einkäufe zunehmend virtuell tätigen. „In einem Land, in dem laut FGV 480 Millionen Geräte im Einsatz sind, ist es naheliegend, dass elektronische Plattformen bei Kaufinteressenten Priorität haben. Daher empfiehlt er E-Commerce-Anbietern, mit Plattformen zusammenzuarbeiten, die die gleichzeitige Nutzung verschiedener Zahlungsmethoden ermöglichen und so die finanzielle Inklusion fördern und die territoriale Expansion unterstützen“, so sein Fazit.

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