Innerhalb weniger Tage einen Laden von Grund auf neu zu errichten, physische und digitale Warenbestände zu integrieren, Mitarbeiter in einem neuen System zu schulen und während einer Großveranstaltung einen schnellen Service zu gewährleisten – das ist die Herausforderung für Marken, die auf Pop-up-Stores, temporäre Flagship-Stores und Concept Stores als Kanal zur Kundenbindung setzen.
FILA fand bei den Rio Open 2026 eine Lösung für dieses Problem. Während der neun Turniertage betrieb die Marke ihren offiziellen Shop vor Ort mit einem vollständig cloudbasierten Managementsystem – Myrp Enterprise. Dieses ermöglichte es, Kassen zu öffnen, den Warenbestand zu verwalten und Verkäufe in Echtzeit zu erfassen, ohne dass Software auf den Geräten installiert werden musste. Ein Internetzugang genügte.
Schnelle Montage ohne Kontrollverlust
Der größte Vorteil cloudbasierter Systeme für temporäre Einsätze liegt genau darin, dass keine aufwendige Infrastruktur benötigt wird. Lokale Server, komplexe Installationen oder Techniker vor Ort sind überflüssig. Der Betrieb der FILA konnte schnell aufgebaut werden und lief selbst in den Stoßzeiten des Turniers stabil, wodurch Wartezeiten verkürzt und die Servicezeiten beschleunigt wurden.
„Die Teilnahme an der Veranstaltung geht weit über reine Sichtbarkeit hinaus: Es geht darum, Beziehungen zu den Verbrauchern aufzubauen und unsere Autorität in der Kategorie zu stärken“, sagt Adriana Negrão Magalhães David, Marketingleiterin bei FILA Brasilien.
Die Ergebnisse bestätigen die Strategie: Im Damensegment stieg der Absatz um 11 % gegenüber dem gleichen Zeitraum im Jahr 2025, während die Produkteinführungen im Herrensegment im Vergleich zum Vorjahr um mehr als 25 % zulegten.
Unzählige Regale: Der Laden verkauft, was er nicht auf Lager hat
Eine weitere klassische Herausforderung für Pop-up-Shops ist das begrenzte Warenangebot. Aufgrund des reduzierten Platzes und der eingeschränkten Produktauswahl finden Kunden häufig nicht das gewünschte Produkt – und der Verkauf geht verloren.
Die Integration der physischen und digitalen Aspekte von Myrp Enterprise wurde mit dem Konzept eines „unendlichen Regals“ erreicht: Kunden, die einen Artikel im Rio Open Store nicht finden konnten, konnten ihn direkt dort kaufen und sich nach Hause liefern lassen.
Tiberio Cesar Valcanaia, technischer und kaufmännischer Direktor von Myrp, erklärt, dass der Vorschlag genau das sei: die Vereinfachung des Einzelhandelsbetriebs in temporären Formaten – Pop-up-Stores, Flagship-Stores und Concept Stores.
„Eine Lösung, die stationären Handel und digitale Kanäle nahtlos miteinander verbindet, bedeutet heute ein nahtloses Einkaufserlebnis. Der moderne Konsument sieht keine Grenze mehr zwischen Online- und Offline-Shopping – er wünscht sich Komfort, Schnelligkeit und Transparenz an jedem Kontaktpunkt. Dies verbessert das Einkaufserlebnis deutlich und reduziert Umsatzunterbrechungen“, so der Experte.
FILA nutzt dieses Modell bereits in anderen Initiativen neben den Rio Open, wie zum Beispiel dem FILA Marathon und dem House of Racer.



