BeginnNachrichtenGesetzgebungDurch die Steuerreform werden digitale Agenturleistungen teurer

Durch die Steuerreform werden digitale Agenturleistungen teurer

Die Steuerreform begann die Routine von Werbe- und Marketingagenturen zu verändern, noch bevor die neuen Steuern vollständig eingeführt wurden. Das Modell wird ISS, PIS und Cofins schrittweise durch IBS und CBS ersetzen, Steuern, die nach der Mehrwertsteuerlogik berechnet werden. Für Agenturen wirkt sich die Änderung auf die Preisgestaltung, Verträge mit Kunden, den Medieneinkauf und die Marge für jede Dienstleistung aus.

Nach Ansicht von Robson V. Leite, Agenturmentor und Digitalstratege, muss die Branche sowohl Alarmismus als auch die Erwartung vermeiden, dass sich die Anpassung auf die Buchhaltung beschränkt. Die tatsächliche Gebühr kann je nach Steuersystem, den beauftragten Lieferanten, der Zusammensetzung der Ausgaben und der Art des bedienten Unternehmens variieren.

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Ein von der erstellten Dokument IAB Brasilien, ein Unternehmen, das den digitalen Werbemarkt vertritt, hilft dabei, das Problem einzuschätzen. Das Material weist darauf hin, dass Unternehmen, die intensiv mit menschlicher Arbeit beschäftigt sind, wie z. B. Agenturen, tendenziell weniger Ausgaben haben, die zu Steuergutschriften führen könnten. Auf Kreation, Planung, Strategie und Service entfällt ein großer Teil der Kosten, doch die Lohn- und Gehaltsabrechnung bietet nicht das gleiche Kreditpotenzial wie der Einkauf von Vorleistungen und Dienstleistungen von Dritten.

Die vom IAB vorgelegte Schätzung geht davon aus, dass die Standardrate des neuen Systems im Bereich von 26% liegt, wobei noch Schwankungen vorbehalten sind. Dieser Prozentsatz stellt nicht automatisch den Wert dar, der den Verträgen hinzugefügt wird. Unternehmen, die Firmenkunden bedienen, finden möglicherweise größere Möglichkeiten, Kredite in der gesamten Kette zu nutzen. Tendenziell sind Betriebe, die sich an den Endverbraucher richten oder nur geringe anrechenbare Ausgaben haben, stärker unter Druck geraten.

“Zwei Agenturen mit dem gleichen Umsatz können völlig unterschiedliche Auswirkungen haben. Die eine lagert Produktion, Technologie und einen Teil des Betriebs aus, während die andere fast alles im Team behält. Ohne die Simulation der finanziellen Realität jedes einzelnen Vertrags wird jede Vorhersage von Preiserhöhungen voreilig sein”, sagt Robson.

Nach Bundeseinnahmen, 2026 gilt als Testjahr. Die CBS erscheint mit einem Satz von 0,91 TP3T und die IBS mit 0,11 TP3T, mit Entschädigungsregeln und Zahlungsbefreiung für Steuerpflichtige, die den vorgesehenen Nebenpflichten nachkommen. Der Übergang wird bis 2033 andauern, wenn das neue Modell vollständig in Kraft treten wird.

Ein weiterer sensibler Punkt ist die Abrechnung. Agenturen erhalten in der Regel Beträge, die Fahrzeugen, Plattformen, Herstellern und anderen Lieferanten zugeteilt werden. Wenn eigene Leistungen, Erstattungen und Überweisungen nicht ordnungsgemäß getrennt und dokumentiert werden, können Beträge, die keine Agentureinnahmen darstellen, steuerlich falsch interpretiert werden. Die seit Januar 2026 verbindliche nationale Rechnung enthält nun spezifische Felder für IBS und CBS und erfordert eine größere Präzision bei diesen Vorgängen.

In den Verträgen muss außerdem angegeben werden, wer etwaige steuerliche Änderungen übernimmt, welche Beträge der Agenturvergütung entsprechen und welche einfach weitergegeben werden. Die gleiche Aufmerksamkeit gilt für Anpassungen, Medienkosten, die Beauftragung Dritter und Dokumentennachweise. “Eine Agentur, die die tatsächliche Marge jedes Kunden nicht kennt, wird Schwierigkeiten haben zu entscheiden, wie viel sie absorbieren und wie viel sie weitergeben soll. Das Risiko besteht darin, den Preis wahllos zu erhöhen oder Verträge beizubehalten, die nicht mehr rentabel sind”, erklärt Robson.

Für Unternehmen, die von Simples Nacional erfasst werden, umfasst die Analyse auch die Beziehung zu größeren Kunden, die bei der Auswahl ihrer Lieferanten möglicherweise die Inanspruchnahme von Krediten in Betracht ziehen. Die Entscheidung über das Regime ist nicht mehr nur eine fiskalische und beginnt, die kommerzielle Wettbewerbsfähigkeit der Agentur zu beeinträchtigen.

Die Auswirkungen auf die Preise werden mit fortschreitendem Übergang deutlicher sichtbar. Bis dahin bietet die Überprüfung von Verträgen, die Trennung von Einnahmen und Transfers und die Berechnung der Rentabilität pro Kunde eine sicherere Verhandlungsbasis. Agenturen, die diese Lektüre während des Testzeitraums berücksichtigen, werden die nächsten Schritte mit weniger Spielraum für Überraschungen an der Kasse erreichen.

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