Die Zeit vor dem Vatertag 2025 gibt Anlass zur Sorge für Verbraucher und Unternehmen im brasilianischen E-Commerce. Laut einer beispiellosen Studie von Serasa Experian, dem ersten und größten Datentechnologieunternehmen Brasiliens und führenden Anbieter von Betrugsbekämpfungslösungen, wurden zwischen dem 27. Juli und dem 10. August, den fünfzehn Tagen vor dem Feiertag, fast 90.000 (87.557) Betrugsversuche auf E-Commerce-Websites registriert. Dies entspricht etwa 6.000 Vorfällen pro Tag oder einem Versuch alle 15 Sekunden.
Das Volumen entsprach fast 4 % aller bis 2025 erfassten Betrugsversuche und verdeutlicht, wie Kriminelle die kommerziell attraktive Weihnachtszeit ausnutzen können. Sie profitieren vom Anstieg des Online-Shoppings, der Suche nach Sonderangeboten und der Dringlichkeit der Verbraucher bei der Geschenkauswahl. Das Betrugsrisiko lag in diesem Zeitraum bei 1,1 %, was bedeutet, dass von 100 analysierten E-Commerce-Transaktionen etwas mehr als eine Anzeichen für einen Betrugsversuch aufwies.
„Die Feiertage kurbeln den Onlinehandel an und bieten Unternehmen und Verbrauchern wichtige Chancen, erhöhen aber auch das Risiko von Betrug und Täuschung. Betrüger nutzen oft die höhere Zugriffsfrequenz, den Kaufrausch und die Schnäppchenjagd aus, um Sicherheitssysteme zu umgehen. Daher muss Prävention im gesamten Prozess – von der Benutzeridentifizierung bis zur Transaktionsgenehmigung – präsent sein“, so Rodrigo Sanchez, Direktor für Authentifizierung und Betrugsprävention bei Serasa Experian.
Neben der Anzahl der Vorfälle zeigt die Studie, dass Betrugsversuche im Durchschnitt einen höheren Wert aufwiesen als legitime Käufe. Der durchschnittliche Transaktionswert bei Betrug lag bei 989,83 R$, während er bei legitimen Transaktionen 547,53 R$ betrug. Der Unterschied bedeutet, dass Betrugsversuche einen um 80,8 % höheren Wert hatten.
Hier finden Sie Tipps von Serasa Experian für Verbraucher, um Betrug bei Online-Käufen zu vermeiden:
• Seien Sie vorsichtig bei Angeboten, deren Preise deutlich unter dem Marktdurchschnitt liegen;
• Überprüfen Sie, ob die Website oder App tatsächlich zum offiziellen Store gehört;
• Vermeiden Sie es, auf Links zu klicken, die Sie per SMS, E-Mail, Messenger-Apps oder über soziale Medien erhalten;
• Prüfen Sie den Ruf des Geschäfts, bevor Sie persönliche Daten oder Bankdaten eingeben;
• Nutzen Sie nach Möglichkeit virtuelle Karten für Online-Einkäufe;
• Geben Sie keine Passwörter, Authentifizierungscodes oder Kartendaten weiter;
• Überprüfen Sie regelmäßig Ihre CPF (brasilianische Steuerzahler-ID), um verdächtige Aktivitäten zu erkennen.
Hier finden Sie Empfehlungen für Unternehmen zur Stärkung ihrer digitalen Sicherheit:
• Investieren Sie in mehrschichtige Betrugspräventionslösungen;
• Kombination von Registrierungsanalyse, Authentifizierung, Biometrie, Dokumentenvalidierung und Geräteintelligenz;
• Überwachen Sie verdächtiges Verhalten während des gesamten Kaufprozesses;
• Überprüfen Sie die Betrugsbekämpfungsregeln vor Feiertagen und verkehrsreichen Zeiten;
• Reibungsverluste für legitime Kunden reduzieren, ohne die Sicherheit zu beeinträchtigen;
• Daten und Technologie nutzen, um Risiken vorherzusehen und Transaktionen in Echtzeit zu schützen.



